September-DCA: ein wohliges Grau in Grauen!

Wien ist im Februar in vieler Hinsicht ein Grau in Grauen, aber dass der Februar schon im September beginnt, damit haben wir nicht gerechnet, so war das nicht ausgemacht. Ihr seid trotzdem gekommen. Mit Winterjacken und Wolldecken aufgerüstet und bereit für allerlei spielerische Zugänge zum vom Gast Mika Vember vorgeschlagenen Thema “just kids”. Schön, dass die Adria Wien uns dafür einen Wutzeltisch ins Glaszelt gestellt hat! Wenigstens wer, der sich ans Thema hält :-)

Markus Köhle, Dogma Chronik Arschtritt LesebühneAuf dem Podium: Lesebühnenstammpersonal Nadja Bucher, Mieze Medusa, Manfred Gram & unser Gast Mika Vember. Markus Köhle gestaltet die Rahmenbedingungen und macht uns den roten Faden. Zum Glück kommt er (trotz von den EgokollegInnen auferlegter nobler Zurückhaltung) ebenfalls dazu, brandneue Köhletexte vorzutragen!

Mit Mika Vember haben wir zum ersten Mal eine Songwriterin zu unserer Lesebühne eingeladen und sind begeistert: ihre eher mollgetönten Lieder sind ein gutes Gegenmittel gegen eine ausgewachsene Wiener Septemberdepression und das mit der Technik klappt auch problemlos.

Mika Vember bei der Lesebühne Dogma Chronik Arschtritt im September 2012 Mika Vember bei Dogma Chronik Arschtritt

An dieser Stelle eine kleine Hilfestellung für alle Begeisterten, die gestern eine Mika Vember CD kaufen wollten, aber nicht konnten, weil naja der Büchertisch ein Büchertisch war und die Vergesslichkeit sowieso ein Hund ist.

Mikas aktuelle CD nennt sich “Our lady of the loops” und ist an den üblichen Orten erhältlich: Internet, Plattenladen, Live-Gigs. Wir empfehlen euch das uneingeschränkt, wir sind nämlich StreberInnen und haben doch uns doch schon in unserer Lesebühnenvorbereitungsphase mit dem Oeuvre unseres Gastes eingedeckt!

Das Cover passt eigentlich auch ganz gut zum Wetter gestern, was nur beweist wie konzeptionell weit vorn diese Lesebühne doch ist. An dieser Stelle ein donnernder Applaus für unser wetterfestes Publikum – also für euch!

Dogma Chronik Arschtritt - Wiener Lesebühne in der Adria Wien Markus Köhle & Mika Vember

Noch ein paar Schnappschüße aus der Reihe: Menschen machen Fotos gegenseitig!

Mieze Medusa bei der Wiener Lesebühne Dogma Chronik Arschtritt

Nadja Bucher & Markus Köhle bei Dogma Chronik Arschtritt Manfred Gram & Mika Vember bei Dogma Chronik Arschtritt

Wir freuen uns aufs nächste Mal!

SO, 14.10.12 Dogma. Chronik. Arschtritt. mit
Nadja Bucher, Markus Köhle, Mieze Medusa & Manfred Gram.
Unser ursprünglicher Gast Ann Cotten musste leider absagen (wir wünschen ihr viel viel Spaß in Japan). Updates und Infos und Themen in Kürze hier!

Wann & Wo?
Beginn 20:15 Uhr in der AdriaWien (Am Donaukanal zwischen Salztorbrücke +  Augartenbrücke, 1020 Wien)
Eintritt: € 5 (inkl. kl. Bier / G’Spritzter)
www.adriawien.at

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DCA mit Mika Vember

Am kommenden Donnerstag, 13. September, ist wieder Dogma.Chronik.Arschtritt-Zeit. Und diesmal – wir freuen uns alle sehr – kommt Mika Vember zu Besuch. Die gute Dame braucht wohl keine nähere Beschreibung, die ihre Suprigkeit unterstreicht. Zur Erinnerung seien hier aber zwei besonders schöne, musikalische Arbeiten von ihr eingebettet.

Erstens, der Gummiband-Song, der perfekt zur Jahreszeit passt, da ja jetzt, wo die Früchte prall von den Bäumen fallen oder auch gepfückt werden, für viele Menschen die Zeit der Weck- und Einmachgläserbeginnt. Es darf also durchaus auch ans Einrexen gedachten werden: http://www.youtube.com/watch?v=P6TwSu9HLxc

Zweitens: Der flotte Buchstabenregen, der hier niederprasselt: http://www.youtube.com/watch?v=zEbJvmtSyws

Zum Thema Just kids wird uns die Singer/Songwriterin nebst Liedgut auf der akustischen Gitarre auch den einen oder anderen Text vorlesen. So etwas gab es auf der Lesebühne bis dato übrigens noch nie. Also: PREMIERE

Ebenso wieder dabei: Mieze Medusa, Markus Köhle, Nadja Bucher und Manfred Gram, somit ist zumindest auf der Bühne Vollbesetzung garantiert.

Am Donnerstag vielleicht mit größerer Gitarre?

Donnerstag, 13. September 2012, 20:15 Uhr
Just kids mit Mika Vember
Adria Wien (Donaukanal Höhe Salztorbrücke, 1020 Wien)
Eintritt 5,– EUR (inkl. kl. Getränk)

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so schön kann Zweisamkeit sein …

Ein Meer von aufmerksamen Hinterköpfen.

… speziell, wenn zahlreiches Publikum anwesend ist.

Ohne Mikrophon und Leselampe, dafür mit Musik aus dem Ghettoblaster und Stimmbändern die alles geben, haben Gästin Theodora Bauer und DCA-Schrumpfcrew-Mitglied Nadja Bucher auf dem feinen Grat der Literatur,  zwischen andächtigem Zuhören und enthusiastischem Beifall, Pirouetten vollführt. Über kurz oder lang, mit Publikumsbeteiligung (siehe Kommentar) und einem gelösten literarischen Rätsel ist der Abend schillernd über die Lesebühne gegangen. Dank an Theodora Bauer, Dank ans Publikum!

Theodora Bauer

Der nächste 13te kommt bald, schon im September und mit ihm wieder die komplette DCA-Crew und die herausragende Mika Vember -> www.mikavember.com

DOGMA CHRONIK ARSCHTRITT
Donnerstag, 13. Sept. 2012, 20:15 Uhr
Adria Wien

Wissen Sie, die unvergänglichen Klassiker der deutschen Literatur – mit leichtem Beben wispere ich Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Adalbert Stifter, Peter Handke – die trieben sich nie auf wackeligen Schiffen herum! Die saßen eifrig und an ihrem Genie genüge habend auf ihrem Ehrenplatz (oftmals aus hartem Holz erbaute, ganz einfache Stühle) in ihrem weihevollen Kämmerlein und beseelten die deutsche Sprache. Die brauchten nicht Jux und Tollerei und luden nicht irgendwelche Menschen aus irgendwelchen Ländern ein. Die hatten das nicht!!! nötig. Aber sie, sie tun das!! Und trinken wahrscheinlich auch noch Bier dazu – und nicht den Nektar der Musen: der da heißt humane Grundstimmung bei optimaler Rechtschreibung und tadellosen Tiptop-Stil.

(Eine dankbare Eins+ an unseren Publikumsbeteiligungsersten Herbert Zgubic!)

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über kurz oder lang

Keine Sommerpause, nicht für uns!
Am Montag, den 13. August 2012, sind “uns” Gästin Theodora Bauer und Nadja Bucher als Repräsentantin der DCA-Rumpfstammcrew. Theodora Bauer, MeisterMixerin literarischer Genres (Krimi, Drama, Kurzgeschichten, Langtext), Studentin, Sängerin und Eisenstädterin prophezeit für die Adria Wien ab 20.15 Uhr:
„texte und rote fäden und blaue lippen und so. – Kurztexte und ein bissel längere Geschichten, dickbauchige Verbindungsleute, Weltuntergang, burgenländische Kornfelder und das lodernde Höllenfeuer unterm Asphalt. Ist wirklich alles drin an diesem Abend; mit ein bisschen Glück sieht man weltschmerzende Poeten, die ihr Dunkelstes nach außen kehren und ihre rosenroten Poetenseelen auf das unschuldige Publikum loslassen. Und mit ein bisschen mehr Glück sieht man uns.”

DOGMA CHRONIK ARSCHTRITT
Montag, 13. August 2012, 20.15 Uhr
Thema: über kurz oder lang
Gästin: Theodora Bauer
Adria Wien (Donaukanal zwischen Salztorbrücke und Augartenbrücke, 1020 Wien)
Eintritt: EUR 5,– (inkl. Seidl/Spritzer)

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Nudelwalken gegen Endzeitstimmung

steht auf dem recht flott gestalteten Einladungs-Billet. Man kriegt ja heutzutage kaum mehr Billets zugestellt. Meist wird man per Social-Network-Verbindung kontaktiert, angetwittert, umskypte oder be-sms-t, aber so richtig handfest und auf dem Wenn-es-wichtig-ist-dann-mit-der-Post-Weg sind Einladungen ja mittlerweile eine Seltenheit. Ich bedauere das.
Ich freue mich aber umso mehr, diese „Nudelwalken gegen Endzeitstimmung“ Einladung in Händen zu halten und denke mit: Toll! Das entspricht mir eindeutig mehr, als die handarbeistunterrichtnostalgischen kollektiven Baum- und Verkehrsschilderbestrickungen oder die vollkommen affigen Lovelocks-Aktionen an Brücken.

„Nudelwalken gegen Endzeitstimmung“ das klingt zumindest nach einem pfiffigen Flashmob Konzept, vielleicht ist das sogar die Einladung zu einer Motto-mit-Mitternachtseinlage-Party von jung und erfinderisch gebliebenen Mittdreißigern.
Noch ehe ich das grafisch schlicht aber überzeugend gestaltete Billet aufklappe, nehme ich mir vor, dort hinzugehen. Denn ich habe einen Nudelwalker und nicht nur das, ich habe seit letzte Weihnachten ein ganzes Backset: mit Nudelwalker, Keksstechformen in den Motiven Reh, Kuh, Hirsch, Frosch und Aal, einem Zick-Zack-Rand-Teigradler, diversen Spateln und Schüsseln sowie eine mechanischer Küchenwaage. All diese Gegenstände habe ich bisher nur zweckentfremdet verwendet.
Setzt man die Keksausstechformen auf ein gut geklopftes Schnitzelfleisch und haut zweidreimal mit dem Nudelwalker drauf, erhält man liebliche Reh, Kuh, Hirsch, Frosch und Aalschnitzelchen, die zu panieren eine helle Freude ist.
Der Zick-Zack-Rand-Teigradler wiederum ist ein nicht zu unterschätzendes Rückenmassagegerät mit Vorspieltauglichkeit, die elastischen, langstieligen Plastikspateln sind effiziente Fliegen- und Popolustklatschen und die extragroße Teigschüssel reicht aus, um gemeinsam mit der Lebensabschnittspartnerin, einer Kiste Bier und einer Flasche Rhaki alle Bachmannpreislesungen samt Jurydiskussionen geblockt anzuschauen, ohne einmal auf den Topf – dafür gerne mehrmals auf die Schüssel – gehen zu müssen. Reinigen lassen sich diese Backutensilien ja besonders leicht, ausgenommen die mechanische Küchenwaage aber die verwende ich ohnehin nur gelegentlich, um zu eruieren, im welchen Verhältnis die aufgenommene Nahrung zur ausgeschiedenen Scheiße steht. Ich will da jetzt keine allgemein gültige Theorie aufstellen, aber ich für meinen Teil verbrenne im Winter besser und kacke kompakter. Zucker, Mehl, Salz, Kokain oder sonstige unschuldig weiße Pülverchen wiege ich mit meiner Küchenwaage eher selten ab. Mein Nudelwalker aber ist oft im Einsatz.
Mit dem Nudelwalker hab ich alle Nägel in meiner Wohnung eingeschlagen, wenn gerade keine leere Bierflasche zur Hand war. Mit dem Nudelwalker habe ich auch getestet, wie sehr ich arschfickgeeignet bin, bin aber nie über den Griff hinaus bzw. mit dem eigentlichen Walker in mich hinein gekommen. Mein Nudelwalker ist mir in den letzten Monaten als multifunktionales Tool sehr ans Herz gewachsen, und wenn ich damit auch noch gegen den 2012-Trend schlechthin, nämlich die Endzeitstimmung anwalken kann, dann mach ich das glatt.

Ich schließe das Postkästchen ab, freue mich über den eigentümlichen Verschlusslaut, den ein entleertes Postkästchen hergibt und ärgere mich über die aufgebogenen Kästchentüren von Top 11 und 5. Sind das Vandalenakte von Hausgangseindringlingen oder machen die das selber?, frage ich mich. Wenn die das, weil sie den Schlüssel verlegt haben, selber machen, dann sind das sicher auch die, die immer ganze Schachteln, ohne sie zu falten, in den Altpapiercontainer und Glasflaschen in den Restmüll geben, vorurteile ich, ermahne mich aber im gleichen Augenblick dafür und spreche zur Ad-hoc-Buße: Vorurteile sind dazu da, ausgewalkt, ausgestochen und gebacken zu werden, auf dass sie süß seien, munden und die Welt verbessern mögen.

Ich wundere mich über diesen katholischen Schuldeingeständnisanflug und gleichzeitigen Schwachsinnserguss, schüttle den Kopf über mich, sag: „Tz, tz, tz“ und „Markus, Markus“ und hoffe so, wieder auf andere Gedanken zu kommen. Apropos „zu kommen“: Sex ist die Möglichkeit, mehrmals zu kommen, ohne je fort gewesen zu sein, sagte mal wer und jetzt erst, nach minutenlangem fruchtlosem Hirnbrüten, jetzt erst, da ich, wie jeder normale Mann, endlich wieder konkreten Sex und nicht irgendwelche kruden Gedanken im Kopf habe, jetzt erst verstehe ich das Einladungsmotto „Nudelwalken gegen Endzeitstimmung“ in seiner gesamten und vor allem der sexuell konnotierten Bandbreite.
Das ist eine Einladung zum Rudelpudern, zum „Gruppe knalle“ wie es in Lars von Triers Dogma Klassiker „Idioten“ so schön heißt und ein Idiot der oder die, die oder der das nicht kapiert.
Ich grinse im Geiste – wie das geht? – naja, man erkennt’s vermutlich am ehesten an der kurz hoch gezogenen Stirn und den weit aufgerissenen Augen, schlage das Billet auf und lese:
Dogma.Chronik.Arschritt. Die monatliche Käsebühne schweinigelt wieder. Am Freitag, den 13. Juli ist – das haben wir uns von den Casinos abgeschaut – Damentag, alle kommen dran und werden bedient. Natursekt ist im Eintritt inbegriffen.
Nadja Butcher Bucher kneift, wird aber von Gästin Andrea mit dem heißen Stift mehr als ersetzt und tatkräftig von der Stammbelegschaft Mieze Mehrkopf Medusa, Manfred Saubartl Gram und Markus Keule Köhle unterstützt werden. Also nichts wie hin. Augen zu, Hose runter und „Nudelwalken gegen Endzeitstimmung“.

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Das Juli-Thema: Nudelwalken gegen Endzeitstimmung

Andrea Stift, unser wundervoller Lesebühnen Gast im Juli, hat sich ein Thema ausgedacht, als würde sie unsere Vorlieben und Schwerpunkte kennen! Wir werden also kontra Endzeitstimmung nudelwalken was das Zeug hält und wir freuen uns schon auf den Julifreitag, den 13.

Noch 2 Lesetipps zu Andrea Stift.

Elfriede Jelinek spielt Gameboy. Kurzprosa, Edition Keiper 2012
Die Erzählungen der letzten Jahre hat Andrea Stift unter den Untertiteln “Schunkel”, “Furunkel” und “Dunkel” zusammengefasst. Den Titel hat sie mit der Grand Dame übrigens abgeklärt.

“von selbst” in How I fucked Jamal, Milena Verlag… In der Anthologie sind auch Texte von den DCAlerInnen Nadja Bucher, Markus Köhle und Mieze Medusa.

Wir sehen uns am Freitag!

Wann & Wo?
Freitag, 13. Juli 2012
Beginn 20:15 Uhr in der AdriaWien (Am Donaukanal zwischen Salztorbrücke +  Augartenbrücke, 1020 Wien)
Eintritt: € 5 (inkl. kl. Bier / G’Spritzter)
www.adriawien.at

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D.C.A. und die EM, ähm.

Das hat ja keiner ahnen können, als wir die Termine ausgemacht haben: Dass die EM stattfindet, dass ausgerechnet Deutschland spielt und dass die AdriaWien eine Attraktion ist, für alle Menschen in diesen weiß-schwarzen Dressen auf der Suche nach freundlichen Public Viewing Zonen in dieser Stadt. Einige sind trotzdem gekommen, allen voran die Lesebühne D.C.A. selbst: Markus Köhle, Nadja Bucher, Manfred Gram und nochmal Markus Köhle. Mieze Medusa war auch vor Ort, aber es macht ja keiner Fotos, außer man macht sie selbst, deshalb sind alle abgebildet abgesehen von mir.

Unser Gast Rene Monet ist selbstverständlich auch aus Linz angereist.

Das literarische Rätsel haben wir uns für das nächste Mal aufgespart, einige der Texte auch, aber wir haben uns trotzdem gefreut, dass ihr gekommen seid und die zweite Spielhälfte haben ist sich für uns dann auch noch ausgegangen. Deutschland hat gewonnen, es war also nicht das Spiel gegen Italien.

Das nächste Mal mit ohne EM, dafür mit Andrea Stift: 13. Juli, 20:15 in der AdriaWien!

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